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Wintergedichte - Besinnliche und heitere Texte zur Jahreszeit Winter

Fotogedicht
Gedicht "Im Winterpelz" (c) Anita Menger / Foto: Werner22Brigitte - pixabay.com


Anita Menger 2013
An den Winter

Sag Winter, warum grollst du noch,
hauchst uns so eisig an?
Hör unsre Bitte: Troll dich doch,
dass Frühling werden kann!

Dein Winterweiß ist wirklich schön,
wenn d´ Sonne es bestrahlt.
Doch wollen wir jetzt Farben sehn,
wie nur der Lenz sie malt.

Er schickt schon seine Boten aus,
schau, hier an hellem Ort
streckt Winterling den Kopf heraus.
Wär nur der Schnee schon fort!

Die Hyazinthe will erblühn,
auch Tulpen und Narzissen.
Der Laubbaum wartet auf sein Grün,
will es nicht länger missen.

Sag Winter, warum grollst du noch,
hauchst uns so eisig an?
Hör unsre Bitte: Troll dich doch,
dass Frühling werden kann!

Anita Menger
Fahrradträume

Wehmütig lehnt das Fahrrad
an der Garagenwand,
sehnt sich nach Sonnentagen,
nach Fahrten übers Land.

Es träumt von Blumenwiesen,
vom nahen Baggersee
den schattig, kühlen Wäldern …
Doch jetzt liegt draußen Schnee.

Vor Kälte fröstelnd spürt es
die raue Winterzeit
und ahnt doch im Geheimen:
Der Frühling ist nicht weit.

Bald schiebt man es ins Freie
und nach der Pflegekur
geht es dann endlich wieder
auf eine Fahrradtour.

Bergauf, Bergab - durch Felder,
rund um den kleinen See,
vom Frühlingswind begleitet …
Doch jetzt liegt draußen Schnee.


Anita Menger
Im Winterpelz

Im Winterpelz schläft die Natur
und träumt vom Auferstehen,
von frühlingsfrischer Knospenspur
und streichelzartem Wehen.

Noch träumend webt sie schon ihr Kleid,
ganz in Pastell gehalten.
In ihm will sie zur Frühlingszeit
all ihre Pracht entfalten.

Anita Menger
Wintergedanken

So kahl die Eiche jetzt auch steht,
ist sie doch zu beneiden,
da es gewiss, der Frühling bringt
ihr frisches Laub beizeiten.

Schmückt mich dereinst das Winterkleid,
will meine Seele weichen:
"Lass ahnen mich dein Paradies,
schick mir ein kleines Zeichen!"


Anita Menger
Der Schnee ist weg

Oh welch ein Schreck:
Der Schnee ist weg!
Wo ist er nur geblieben?

Die weiße Pracht
kam über Nacht,
doch blieb sie nicht lang liegen.

Es war so schön
hinaus zu geh´n
mit Stiefel und mit Mütze.

Nun ist er fort,
grau ist der Ort
und du trittst in die Pfütze.

Anita Menger
Wintergruß

Der Schnee fällt schon die ganze Nacht.
Am frühen Morgen liegt die Pracht
uns allen hier zu Füßen.

Die Eiche, längst vom Laub befreit,
trägt voller Stolz ihr Festtagskleid.
Der Winter lässt uns grüßen.

Zum Schlittschuhlauf lädt ein der See,
auch Rodeln kann man jetzt – Juche!
Die Kinder es genießen.

Die Wintersonne kommt hervor
um mit hell glänzendem Dekor
den Tag noch zu versüßen.


Mit Raureif bedeckter Wiesenbärenklau
Bild: suju / pixabay.com

Anita Menger
Possenspiel

Der Winter treibt ein Possenspiel,
besucht uns anonym.
Schickt Frost und Eis in das Exil,
zeigt seine Härte nur subtil,
versteckt sein raues Ungestüm.
Kein Schnee zu sehen weit und breit.
Er foppt uns jetzt zur Narrenzeit
mit seinem Lenz-Kostüm.

Anita Menger
Sehnsucht nach dem Frühling

Der Winter macht wohl Überstunden,
hat immer noch kein End gefunden,
bis in den März hinein.
Zur Weihnachtszeit war es ja herrlich,
inzwischen jedoch, ich sag´s ehrlich,
sind Schnee und Eis mir leicht entbehrlich,
sehn mich nach Sonnenschein.


Anita Menger
Zauberhaftes Wintermärchen

Zauberhaftes Wintermärchen
Schneebedeckt sind Busch und Bäume
Futter sucht ein Spatzenpärchen
Welt versinkt in Winterträume

Schneebedeckt sind Busch und Bäume
Zarte Flocken wirbelnd schweben
Welt versinkt in Winterträume
Im Verborg´nen feinstes Weben.

Zarte Flocken wirbelnd schweben
Glitzernd weiß sich Gipfel zeigen
Im Verborg´nen feinstes Weben
Winterwelt im trauten Schweigen.

Glitzernd weiß sich Gipfel zeigen
Schneelast senkt die müden Äste
Winterwelt im trauten Schweigen
Frost und Eis sind stille Gäste

Schneelast senkt die müden Äste
Futter sucht ein Spatzenpärchen
Frost und Eis sind stille Gäste
Zauberhaftes Wintermärchen.

Anita Menger
Der Schneemann schmilzt

Ein Kohlenauge fehlt bereits,
dein Hut ist arg verrutscht.
Die Möhre hängt schief im Gesicht,
wer hat dich so verpfuscht?

Mit Freude wurdest du gebaut,
ein stolzes Exemplar.
Bejubelt und bestaunt von unsrer
kleinen Kinderschar.

Sanft war der erste Sonnenkuss
doch schon warst du verloren.
Die Grade klettern hoch ins Plus,
du triefst aus allen Poren.

Schmilzt still dahin du armer Tropf,
wirkst nicht mehr elegant.
Jetzt fällt dir auch der Besenstiel
noch aus der schwachen Hand.

Sich wehren hat hier keinen Sinn,
du hältst die Zeit nicht auf.
Der Frühling kommt und weißt du was?
„Wir freuen uns darauf!“


Anita Menger
Eine Rose im Winter

Der Schmuck aus Schneekristallen
wirkt stilvoll und apart.
Er schmeichelt ihrer Art.
Ja, diese Zier will ihr gefallen.

Doch Winters Kälte liebt sie nicht,
sein Kuss weckt Wehmutsweh.
So träumt bei Eis und Schnee,
der Rose Herz vom Sonnenlicht.

Anita Menger
Er denkt nicht dran ...

Jetzt schaut euch nur den Winter an,
er denkt ja gar nicht dran zu gehen!
Natur liegt starr in seinem Bann.
Jetzt schaut euch nur den Winter an!
Begeistert zeigt er was er kann,
schickt Kälte, Eis und Schneeverwehen.
Jetzt schaut euch nur den Winter an,
er denkt ja gar nicht dran zu gehen!


Anita Menger
Durch Schnee gedämpft

Durch Schnee gedämpft des Winters Schritt
zieht leis´ er über Nacht ins Land.
Bringt als Gesell´ den Frost uns mit
der uns berührt mit kalter Hand.

Eisblumen blüh`n im Schneepalast
bei luftig, leichtem Flockentanz.
Prinz Raureif ein sehr selt´ner Gast
verleiht ihm diesen kühlen Glanz.

Fürst Finsternis, der stolz regiert,
haucht Tag und Nacht uns eisig an.
Natur sich starr im Traum verliert
bis wieder Neues werden kann.

Anita Menger
Der Winter

Der Winter seinen Einzug hält
und durch das Tal spaziert.
Mit Flockentanz, der uns gefällt
er weiß das Land verziert.

Doch Frost ist´s der nun hier regiert,
die Seen sind zugefroren.
Der Wind sich eiskalt präsentiert,
pfeift heulend um die Ohren.

In dieser kalten Jahreszeit
Natur sich ungeniert
zur Ruhe legt, im weißen Kleid,
bis Frühling einmarschiert.


Winterlandschaft
Bild: Peggychoucair / pixabay.com

Anita Menger
Der Winter erntet wieder Schelte

Der Winter erntet wieder Schelte:
Zu spät hat er sich eingestellt!
Der Winter erntet wieder Schelte:
Wir haben schließlich Schnee und Kälte,
womit er uns jetzt überfällt,
exakt zur Weihnachtszeit bestellt!
Der Winter  erntet wieder Schelte …

Anita Menger
Der Winter ist zurück

Oh Frühling, sag wo bist du nur?
Noch eben sah ich deine Spur -
ja, narrt mich denn mein Blick?
Mit Schnee bedeckt sind deine Boten,
das Kätzchen schüttelt seine Pfoten -
der Winter ist zurück.


Anita Menger
Es schneit ...

Es schneit, es schneit:
Natur trägt Winters Kleid.
Wenn hell die Mittagssonne lacht,
glänzt sie in ihrer weißen Pracht.
Es schneit, es schneit:
Natur trägt Winters Kleid.

Es schneit, es schneit:
Oh schöne Winterzeit.
Die Kinder stürmen aus dem Haus
und holen ihre Schlitten raus.
Es schneit, es schneit:
Oh schöne Winterzeit.

Es schneit, es schneit:
Ihr Kinder, welche Freud.
Trotz kalter Ohren, roter Nas`
bringt eine Schneeballschlacht viel Spaß!
Es schneit, es schneit:
Ihr Kinder, welche Freud.

Es schneit, es schneit:
Der Frühling scheint noch weit.
Doch unterm Schnee, warm zugedeckt,
das Schneeglöckchen sich gähnend streckt.
Es schneit, es schneit:
Der Frühling scheint noch weit ...

Anita Menger
Auf kalter Spur

Gemütlich ist´s heut nur im Haus.
Im Freien sieht es trostlos aus:
Schnee schmilzt auf allen Wegen.
Die Luft fast lau,
doch grau in grau
versinkt die Welt im Regen.

Ich wintermüdes Menschenkind
träum sehnsüchtig vom Frühlingswind,
von Schneeglöckchen und Veilchen.
Auf kalter Spur
säumt die Natur.
Sie braucht wohl noch ein Weilchen.

Doch wird es endlich Frühling sein
erblüht das Land im Sonnenschein
und aus dem grünen Garten
grüßt lieb vertraut
der Amsel Laut.
Ich kann es kaum erwarten.


Anita Menger
Winterzeit

Oh Winter – viel gescholtner Mann,
dein Schritt betagt, dein Haupt grauweiß.
So schreitest frostig du voran,
bedeckst die Welt mit Schnee und Eis,
damit sie sich erholen kann.

Schenkst der Natur die starre Zeit,
in der sie im Verborgnen schafft.
So ist im Frühjahr sie bereit
und präsentiert, mit frischer Kraft,
ihr herrlich buntes Blütenkleid.

Anita Menger
Ein Wintertag

Schneeschaufeln kratzen auf Asphalt.
Die Winterluft ist bitterkalt,
der Atem vor dem Mund gefriert.
Ein Spatz den Futterkampf verliert,
gesträubt ist sein Gefieder.

Schneemänner in den Gärten steh´n.
Die Autos sind kaum mehr zu seh´n.
Die große Tanne dort am Haus
sieht heute alt und müde aus,
die Schneelast drückt sie nieder.

Schneehäubchen trägt der Gartenzaun,
die weiße Pracht schön anzuschau´n.
Doch lange dauert es nicht mehr,
dann grünt es wieder um uns her
und duftend blüht der Flieder.