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Wintergedichte Autoren der Gegenwart

Moderne Gedichte zeitgenössischer Autoren zur Winterzeit

Grashalm mit Eiskristallen
Bild: suju_foto / pixabay.com

Kristalle glitzern
Tausend und Abertausend
bestrahlt die Sonne

©Sieghild Krieter


Mein Dank gilt allen Autoren, die mir die Erlaubnis erteilt haben

ihre ansprechenden Wintergedichte auf dieser Seite zu veröffentlichen.


Wintergedichte Autoren der Gegenwart von I - Z

Der erste Schnee
von Raina Jeschke

Der Flockenzähler
von Isabella Kramer

Dezember
von Meteor

Ein Märchen aus Kristall
von Ewald Patz

Ein sanfter Schlummer
von Birgit Klingebeil

Ein seltener Wintergast
von Ewald Patz

Ein Wintertag wie Silber
von Ewald Patz

Es schneit
von Lisa Nicolis

Ewiger Winter
von Kerstin Mayer

 

 

Faszination Schnee
von Ewald Patz

Gedanken zum Jahreswechsel
von Ruth-Ursula Westerop

Im Winterwald
von Mirko Swatoch

Januar
von Ewald Patz

Manchmal
von Sieghild Krieter

Morgenröte
von Lisa Nicolis

Raureif
von Sieghild Krieter

Schneeträume
von Lisa Nicolis

Schwellenzeit
von Birgit Klingebeil

Sie blühen auch im Schnee
von Ewald Patz

 

WeißeWinterWelt
von Meteor

Winter am See
von Lisa Nicolis

Winterblues
von Birgit Klingebeil

WinterErwachen
von Birgit Klingebeil

Winterlich
von Lisa Nicolis

Winterlied
von Ruth-Ursula Westerop

Wintermond
von Meteor

Wintermorgen
von Raina Jeschke

Winterzauber
von Lisa Nicolis

Winterzeit
von Kerstin Mayer

 

Bitte beachten Sie das Urheberrecht.

Das Copyright der hier veröffentlichten Texte liegt bei den jeweiligen Autoren.

 

Informationen zu den mitwirkenden Autoren und entsprechende

Verlinkungen sind in der Rubrik "Mitwirkende Autoren - Vorstellung" zu finden!


Lisa Nicolis
Schneeträume

Vorbei am Glanz der Großstadt
auf frostknirschenden Pfaden
möcht wieder ich
den Winter schmecken.
Gern würde ich
durch meine Haut
den Kuss der Sterne atmen
und diesem Kind in mir
dezemberweiße
Träume schenken.

Lisa Nicolis
Es schneit

Es schneit nun ganz leis vor sich hin,
der Himmel verstreut all die Sterne.
Die Wolken vergaßen die Ferne
und hängen jetzt über Berlin.

Das Wunder erweckt die Gefühle
von Kindsein, von Demut, von Freud.
Ich liebe den Zauber im Heut,
wenn Sternglitzern schmückt diese Stille.
 


Kerstin Mayer
Ewiger Winter

Wenn wieder der Winter mit Schnee und mit Eise,
so stürmisch kommt über das frierende Land,
und Kälte verändert auf frostige Weise,
die Felder und Wiesen mit eiskalter Hand.

Wenn Bäche schnell werden zu reißenden Flüssen,
sich stürzen vom Berge hinab bis ins Tal,
wenn Gräben die Fluten still aushalten müssen,
und Meere zerfließen in endloser Qual.

Wenn Wolken sind plötzlich so dunkel am Himmel,
kein Sonnenstrahl dringt mehr zur Erde hinab,
wenn Sehnsucht ist so wie ein goldener Schimmel,
und Hoffnung nimmt täglich ein Stückchen mehr ab.

Wenn schwarzer Staub legt sich still über die Sonne,
und dunkel wird alles, ob Dorf oder Stadt,
wenn Frost kriecht heraus aus der schmutzigen Tonne,
bis niemand mehr Wärme im Herzen noch hat.

Wenn jeder still sehnt sich so süchtig nach Hitze,
doch Kälte kriecht leise hinauf ins Genick,
hoch oben erscheinen nur Donner und Blitze,
und irgendwas lenkt uns ganz ohne Geschick.

Wenn Frühling und Sommer sind jedes Jahr älter,
und müde ist alles, sogar noch der Mai,
und jeden Tag wird es klein wenig kälter,
dann spür ich der Winter ist niemals vorbei.

Kerstin Mayer
Winterzeit

Tief verschneit sind alle Felder,
zugefroren ist der See.
Wie verzaubert sind die Wälder,
überall nur Eis und Schnee.

Draußen vor dem Fenster tanzen
kleine Flöckchen hin und her.
Zugedeckt sind nun die Pflanzen,
Vögel singen längst nicht mehr.

In den Stuben brennen Kerzen,
Dunkelheit fällt auf das Land.
Einsamkeit wohnt in den Herzen,
Winter kam mit kalter Hand.

Vor dem Ofen liegt das Kätzchen,
schnurrt leis vor Behaglichkeit.
Jeder sucht ein warmes Plätzchen,
sehnt sich nach Geborgenheit.

Neuer Schnee fällt immer wieder,
kälter wird’s von Tag zu Tag.
Bald erklingen Weihnachtslieder,
still das Jahr dann gehen mag.


Ewald Patz
Sie blühen auch im Schnee

Der Sommer ist vergangen,
der Garten kahl und leer,
und schon seit vielen Wochen
wird mir das Herz so schwer.

So dunkel sind die Tage,
die Sonne macht sich rar,
man kann sich nur erinnern,
wie schön der Sommer war.

Doch auf der Wiese sieht man,
ganz zierlich aber kühn,
mit ihren feinen Blüten
noch Gänseblümchen blüh ´n.

Die kleinen, schönen Blumen
sind winterhart und zäh,
sie blühen unverdrossen
sogar auch unter Schnee.

Sie geben uns die Hoffnung,
der Frühling kommt zurück
und spenden schon im Winter
ein bisschen Frühlingsglück.

Ewald Patz
Januar

Der Sommer ist vergangen,
der Garten kahl und leer,
und schon seit vielen Wochen
wird mir das Herz so schwer.

So dunkel sind die Tage,
die Sonne macht sich rar,
man kann sich nur erinnern,
wie schön der Sommer war.

Doch auf der Wiese sieht man,
ganz zierlich aber kühn,
mit ihren feinen Blüten
noch Gänseblümchen blüh ´n.

Die kleinen, schönen Blumen
sind winterhart und zäh,
sie blühen unverdrossen
sogar auch unter Schnee.

Sie geben uns die Hoffnung,
der Frühling kommt zurück
und spenden schon im Winter
ein bisschen Frühlingsglück.


Winterlandschaft
Bild: pixabay.com

Birgit Klingebeil
WinterErwachen

Eisig ist die Luft und klar,
der Wind fegt über's Land.
Frostig grüßt das neue Jahr,
reicht uns die kalte Hand.

Aus den Wolken rieseln sacht
samtweiche, weiße Flocken,
die mit winterlicher Pracht
uns schnell ins Freie locken.

Ein malerisch Vergnügen ist
Skiwandern durch den Wald.
Wo den Alltag man vergisst
und im Herzen Freude hallt.

Überall  liegt Pulverschnee;
er strahlt so frisch und rein.
Glitzernd ruht der nahe See
im Wintersonnenschein.

Birgit Klingebeil
Ein sanfter Schlummer

Das Land wiegt sich im Takt der Ewigkeit,
in der Natur scheint still zu steh’n die Zeit.
Frost webt Decken aus Glanz und Kristallen,
derweil sanft die weißen Flocken fallen.

Der Wald trägt nun Kleider aus silbernem Licht,
wenn ein Sonnenstrahl durch die Wolken bricht.
Gefroren sind Blüten, die Wiesen, der Bach
und Schneehauben zieren der Häuser Dach.

Die Erde hat sich dem Schlaf hingegeben,
nur im Verborgenen ruht noch das Leben.
Kein Flügelschlag stört mehr die selige Ruh’,
es träumt sich dem kommenden Frühling zu.


Meteor
Wintermond

Das
Flüstern der
Frühlingsechos
beschwört
dein
Erscheinen.

Ich fühle
den kalten
Windhauch
mit der
Dämmerung
schwinden.

Dein
klares Antlitz
zieht
die Flut zum Ufer.

Wellen
der Gezeiten
seufzen
Geheimnisse
des Meeres.

Durch
lyrische Liebe
getriggert
hebt und senkt
fegt und sickert
der Hub der Tide.

Flirrende
Sterne
verzaubern
wie
Glühwürmchen
den Himmel.

Dein
nachtheller
Mondstrahl
vergoldet die
Wellenschimmel.

Im Schutz
wohliger Gefilde
betrachtete
himmlische
Aussichtsmilde.
 

Meteor
Dezember

Es tropft der Regen von den Zweigen,
keine Flocken dem Walde sind beschert.
's ist Dezember ohne weißes Wintertreiben,
Zuckerguss den Tannen noch verwehrt.

Frau Holle schaut verschlafen herunter,
niemand da, der ihr die Betten ausschüttelt.
Keine Goldmarie zeigt sich dazu munter,
vom Jobcenter nur Pechmaries vermittelt.

So bleiben die Wege weiter flockenleer,
die Waldbewohner sind das nicht leid,
finden sie so doch viel leichter mehr,
als wenn alles herum dick zugeschneit.

Der Herrlichkeit tut dies keinen Mangel,
berauscht schwelgen die Auen bereit,
sehnen herbei das Tag-Nacht-Gerangel,
wenn das Licht sich vom Dunkel befreit.
--> zur Weihnachtszeit!

Eingeschneite Hütten
Bild: pixabay.com

Meteor
WeißeWinterWelt

Wenn Wind weht wispernd
winzige wilde Wirbel weit,
wickelt wohlig winselnd
weiche Winterwatte witzelnd
Wald wie Wiesen weiß.


Lisa Nicolis
Winterlich

Hinter mir schließt
der Winter die Tür,
knöpft meinen Mantel zu,
drückt mir die Mütze
ins Gesicht und führt 
mich auf flaumigen Pfaden
den weißen Tag entlang,
der parkwärts, sternig, 
hinauf in die Bäume reicht. 
Seit wintervielen Jahren 
wiederhole ich mich im
verzückten Staunen.

Lisa Nicolis
Winter am See

Der Mond ist in den See gefallen.
Das Wasser saugt es auf, das Licht.
Ans Ufer wellt es sich kristallen,
wo sacht der nasse Spiegel bricht.

Gespenstisch steigen Nebelschwaden
die Böschung aufwärts, hoch zum Strand.
Verirren sich wie Traumplejaden
und lassen Glimmerspur’n im Sand.

Die Nacht liegt im Gezweig der Wälder
und hüllt das Land in tiefe Ruh.
Das Brot im satten Leib der Felder,
träumt jetzt schon seiner Reife zu.


Raina Jeschke
Der erste Schnee

Glitzernd hell wie Diamanten
sinkt der Schnee vom Himmelszelt.
Hüllt ein Straßen und Passanten,
weiß und sauber wird die Welt.

Droben in den hohen Bäumen,
klagt der Krähen große Schar,
können davon nur noch träumen,
wie im Sommer es hier war.

Doch die Kinder auf den Straßen,
freut die helle, weiße Pracht.
Einmal müssen sie noch schlafen,
dann hinaus mit aller Macht.

Schneemann bauen, Schlitten fahren
und auch eine Schneeballschlacht.
Hängt der Schnee auch in den Haaren:
Allen hat es Spaß gemacht.

Raina Jeschke
Wintermorgen

Auf einstmals grünen Zweigen
glänzt silberhell der Reif,
vom strengen Frost gefangen,
tief in des Winters Reich.

Hell färbt sich schon der Himmel,
es lockt der Sonne Strahl,
doch durch die Nebelbänke
fällt Licht nur, grau und fahl.

Ganz langsam wird es heller,
ein neuer Tag beginnt,
die Nacht mit ihrem Dunkel,
im Morgenlicht zerrinnt.

Es strahlt wie Diamanten,
die weiße Winterpracht
und fern sind die Gedanken,
aus dunkler, kalter Nacht.


Isabella Kramer
Der Flockenzähler

Da saß er nun und jammerte
und zeterte ganz kläglich,
der Job war so schon mies genug,
doch das war unerträglich.

Es wirbelte und stöberte
seit endlos langen Wochen.
Im Ostwind nahen neue Tiefs,
er spürt es in den Knochen.

Viermal schon hat er sich verzählt,
allein an diesem Morgen.
Fünftausend-sechs und achtmal Zehn…
Er stöhnt vor lauter Sorgen.

So kann es nicht mehr weiter geh´n,
er fühlt sich ganz verdreht.
Schon wieder fehlen sechs hoch drei,
die hat der Wind verweht.

Dabei muss es doch stimmen hier,
sonst gibt es Konfusionen.
Frau Holle ist da sehr genau,
das Schütteln muss sich lohnen.

Erst wenn das Sollmaß ist erfüllt,
dann kann der Frühling kommen.
Der Zähler kneift die Äuglein zu,
sieht nur noch ganz verschwommen.

Die Liste ist schon meterlang;
da hört er leises Singen.
Ganz fern, ganz zart und doch ist´s da.
So kann nur Frühling klingen!

Erleichtert schließt er sein Büro,
hoch oben in den Buchen.
Er fliegt ins warme Irgendwo,
du brauchst ihn nicht zu suchen.

-

Illustration Flockenzähler
Illustration "Der Flockenzähler": Dolores Werner

Ewald Patz
Ein seltener Wintergast

Ich hab ihn lange nicht gesehen -
den schönen Seidenschwanz;
in manchem Winter war er hier,
seit Jahren fehlt er ganz.

Aus Sibirien fliegt er
bis hier in uns ´ re Breiten
und verbringt bei uns im Land
die harten Winterzeiten.

Gefrorene Beeren frisst er gern-
kann sie sehr gut vertragen,
so kommt er durch die karge Zeit-
hat keinen Grund zu klagen.

Im manchem Winter war er auch
zu Gast in meinem Garten,
vielleicht taucht er mal wieder auf,
ich kann es kaum erwarten.

Ewald Patz
Ein Märchen aus Kristall

Verzaubert ist die ganze Welt,
der Frost hat es vollbracht.
Kristallbesetzt ist jeder Ast
und glänzt in weißer Pracht.

Der Tag ist überirdisch schön-
ein Märchen aus Kristall,
es blitzt und funkelt überall
im gold´nen Sonnenstrahl.

Der Raureif auf dem Spinnennetz,
der glitzert weiß und schön.
Man kann an diesem Wintertag
nur tausend Wunder seh´n.


Ruth-Ursula Westerop
Winterlied

Die Insel scheint zu schlafen,
sie ruht sich richtig aus.
Die Bäuerin mit ihren Schafen
zieht schon am Nachmittag nach Haus.

Verlassen die Boote im Hafen,
kein Schwimmer auf dem Meer.
Wo sich die Gäste trafen,
ist alles öd und leer.

Es krachen hohe Wellen
auf Felsen und Gestein
und an manchen Stellen,
kann es recht stürmisch sein.

Der Sturm fegt durch die Ritzen,
es knistert im Kamin
und über den Tannenspitzen
sieht man den Mond aufziehn.

Blumen blühn auf den Feldern,
es sieht nach Frühling aus.
Der Winter hier auf der Insel
macht mir partout nichts aus.

Ruth-Ursula Westerop
Gedanken zum Jahreswechsel

Wie geht es uns? Sind wir gesund?
Gibt’s zur Verzweiflung einen Grund?
Besitzen wir was uns gehört?
Hat nichts und niemand das zerstört,
was wir uns selber aufgebaut?

Ist unser Tisch noch reich gedeckt?
Hat keine Bombe uns erschreckt?
Sind Durst und Hunger unbekannt?
Leben wir im freien Land
und sind behütet durch den Frieden?

Gibt’s Tage, da man richtig lacht?
Schlafen wir ruhig in der Nacht?
Sind Tränen eine Seltenheit?
Ist nichts geschehn in letzter Zeit,
was unser Leben ruiniert?

Wenn es dem nächsten Jahr gelingt,
dass es uns diesen Wohlstand bringt,
dann hat das Jahr uns reich beschenkt.
Wer trotzdem dann ans Jammern denkt,
der hat das alles nicht verdient.

 


Birgit Klingebeil
Schwellenzeit

* Elfchen *

Rauhnächte.
Christliche Rituale
mit Mythen verflochten.
Zeit zwischen den Jahren.
GedankenWandern!

*********

GedankenWandern -
den Blick nach innen richten
sich selbst wahrnehmen.

Vergeben und loslassen
in einer Zeit der Stille.

* Tanka *

Birgit Klingebeil
Winterblues

Der Tage sind so grau und lang,
ich sehne mich nach hellem Licht.
Nach des Windes leisem Gesang
und Sonne, die den Winter bricht.

Ich freue mich auf frisches Grün,
das bald schon Knospen treibt.
Warte auf Farben, die erblüh’n,
dass der Frühling Lyrik schreibt.


Lisa Nicolis
Morgenröte

Es brennen schon der Berge weiße Rücken
aus ihren Höh’n ins morgendliche Tal
und zeichnen Schattenbäume dürr und kahl,
die Sonne schreitet über alle Brücken.

Auf allen Wegen eilt die Morgenröte
nun auch ins ferne Nachbardorf hinein,
und kehrt in wache Stuben wieder ein
und weckt aufs neu die Freude und die Nöte.

Aus eis’ger Ruhe fließen helle Schritte,
der Morgen knirscht im erdvereisten Schnee,
wie stilles Hoffen aus dem dunklen Weh
hinein in eine lichtdurchströmten Mitte.

Lisa Nicolis
Winterzauber

Silbern strahlt der Mond durch alle Straßen,
gläsern und so fahl ist sein Gesicht,
schaut die Sterne, die in Bäumen saßen,
kleidet sie in glimmerbuntes Licht.

Kälte knirscht schon weiß unter den Sohlen,
und der Atem schwirrt ins Dunkle hin,
wie ein Teil der Seele, die verloren
Halt sucht unterm kühlen Baldachin.

Auf den märchenhaften weißen Wegen
schwebt ein Zauber, den ein Hauch durchweht,
wenn die Engel Leichentücher weben,
für ein Wesen, das dem Zauber still entgeht.


Sieghild Krieter
Manchmal

Manchmal hält auch der Wind im Winter 
seinen Atem an,
nur um zu lauschen, 
dann schweben glitzernde Sterne
über den Neuschnee, schweben über
graue Äste und Büsche, wo noch
das letzte Echo eines Herbsttages hängt.

Sieghild Krieter
Raureif

wie gepudert sind die Zweige
wie verzaubert ist die Sicht
Eiskristalle an der Weide
klirren sanft im Winterlicht

Mirko Swatoch
Im Winterwald

Nackt stehn im Winterwald
die Tannen dicht an dicht.
Es ist so furchtbar kalt,
doch schneien tut es nicht.

Die warmen Mäntel hängen
hoch oben in der Luft.
Sie tragen Schnee in Mengen,
den keiner runterruft.

Auch fehlt ein warmer Hut
auf ihren schlanken Spitzen,
der hübsch auf ihnen ruht
und Sternen gleich darf blitzen.

Ob es wohl helfen mag,
wenn wir den Winter loben?
Dann fällt am selben Tag
der Schnee ganz sacht von oben.


Ewald Patz
Faszination Schnee

Schneekristalle sind fantastisch
sieht man sie vergrößert an,
so verschieden sind Muster,
dass man es kaum glauben kann.

Jedes Schneekristall auf Erden
Ist einmalig auf der Welt;
Es ist beinah' nicht zu glauben
was da aus den Wolken fällt.

Jede Flocke ist verschieden-
keine einer and'ren gleich.
Durch die Lupe sieht man staunend
in ein wahres Märchenreich.

Ewald Patz
Ein Wintertag wie Silber

Ein Wintertag wie Silber,
so weiß,so rein,so klar;
Das Graue ist verschwunden -
das Wetter wunderbar.

Es sind die Nebelschwaden
jetzt aufgelöst wie Schaum.
So lieben wir den Winter -
das Wetter ist ein Traum.

Im Licht der Mittassonne -
der Wald unsagbar schön.
Ein Wintertag wie Silber,
wie wir ihn selten seh'n.