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Weihnachtsgedichte Autoren der Gegenwart

Moderne Gedichte zeitgenössischer Autoren zur Advents- und Weihnachtszeit

Winterlandschaft mit Zug
Bild: annca / pixabay.com

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Das Copyright der hier veröffentlichten Texte liegt bei den jeweiligen Autoren.

In der Regel ist unter den Texten der Link zur entsprechenden Autorenseite angegeben.

Sollte dies nicht der Fall sein leite ich Anfragen gerne weiter.

Herzlichen Dank allen Autoren, die mir ihre Weihnachtsgedichte

zur Veröffentlichung auf dieser Seite zur Verfügung gestellt haben.


Weihnachtsgedichte neuzeitlicher Autoren von Q - Z

Advent kommt wieder
von Heinz Riedel

An der Krippe
von Heinz Riedel

Blick durchs Schlüsselloch
von Christina Telker

Das Geheimfach
von Christina Telker

Der Weg zum Stall
von Heinz Riedel

Die kleine Tanne
von Christina Telker

Fensterlichter
von Chandrika Wolkenstein

Fragen im Advent
von Heinz Riedel

Im Stall
von Mirko Swatoch

In Dulci Jubilo
von Heinz Riedel

Kommt mit
von Heinz Riedel

Küstenzauber
von Ursula Zeller

Leis, ganz leise naht die Stille
von Mirko Swatoch

Licht der Welt
von Heinz Riedel

Schlittenglocken
von Christina Telker

Stille Nacht
von Christina Telker

Stille Zeit
von Ursula Zeller

Überall die Kerzen brennen
von Mirko Swatoch

Unterschiedliche Weihnacht
von Christina Telker

 

 

Vom Himmel hoch
von Ruth-Ursula Westerop

Vorfreude
von Ursula Zeller

Weih-Nacht
von Ursula Zeller

Weihnachtsfreude
von Mirko Swatoch

Weihnachtskreis
von Heinz Riedel

Weihnachtswünsche
von Ruth-Ursula Westerop


Christina Telker
Unterschiedliche Weihnacht

Der Mond sieht in die Fenster,
heut ist die heil`ge Nacht,
er sieht die Lichterbäume,
des Festes große Pracht.

‚Wie herrlich‘, denkt der Alte,
‚muss doch die Weihnacht sein,
man sieht nur lauter Pracht und Glanz
und niemand ist allein. ‘

Der Mond zieht seine Bahnen,
doch plötzlich bleibt er stehn.
Hier sieht er keine Kerzen,
was ist hier nur geschehn? ‘

Nun sieht der Mond genauer hin
und nimmt sich etwas Zeit,
hier sitzt ein altes Mütterchen,
ihr Blick er gleitet weit.

Der Mond, er denkt im Stillen,
‚Wie kann das möglich sein?
Heut ist das Fest der Liebe,
warum ist sie allein? ‘

Als er noch in Gedanken,
durchs nächste Fenster schaut,
sieht er hier Kindertränen,
kein Baum ist aufgebaut.

Er neigt sein Ohr ans Fenster,
und hört von Armut schwer.
‚Das soll das Fest der Liebe sein? ‘,
denkt er und sorgt sich sehr.

‚Wenn dies das Fest der Liebe ist,
dann ist es schlecht bestellt.
Ich wünschte mir mehr Herzlichkeit,
für jeden auf der Welt!‘

Christina Telker
Das Geheimfach

In Omas altem Schranke,
da geht es seltsam zu.
Dort gibt es ein Geheimfach,
in ihm herrscht meistens Ruh.

Doch jedes Jahr zur Weihnachtszeit, 
holt sie den Schlüssel raus,
da spukts und knisterts in dem Fach,
wer ist dort wohl zu Haus?

Bist du schön brav und fragst mal nach,
dann sagt dir Großmama:
"Komm setz dich her zu mir mein Schatz,
und hör was ich dir sag.

In diesem Fach da wohnen sie,
die Märchen wunderbar,
die Feen und die Elfen,
auch Waldgeister sind da.

Sie schlafen und sie warten,
stets auf die Weihnachtszeit,
dann werden alle munter,
und spielen manchen Streich.

Wenn du bei mir am Ofen,
mir lauschst in stiller Ruh,
kannst du sie kennenlernen,
drum komm und hör fein zu.

Wir werden Nüsse knacken,
auch Plätzchen warten schon.
Hörst du wie`s knackt und raschelt?
Das ist der Weihnacht Ton."

Die Kerze strahlt am Kranze,
das Holz im Ofen knackt,
es ist die Zeit der Märchen,
die jedem Freude macht.

In Omas altem Schranke,
da geht es lustig zu.
Drum such schnell nach dem Schlüssel,
dann hör den Märchen zu.

*Zur Weihnachtsseite von Christina Telker

Chandrika Wolkenstein
Fensterlichter

Niemand soll allein durch die Nacht gehen,
wenn die Luft plötzlich weicher wird,
wenn Zimmer zu Inseln aus Licht werden,
wenn Lichter Geschichten erzählen
wenn Menschen sich Zeit schenken,
wenn eine Hand nach einer anderen sucht,
wenn die Nacht geteilt wird,
damit sie niemandem zu groß wird.
Solange irgendwo in einem Fenster
ein Funke Menschlichkeit leuchtet,
muss niemand
allein durch die Nacht.

*Zur Autorenseite von Chandrika Wolkenstein
Weihnachtsbild Krippenszene
Bild: pixabay. com

Ursula Zeller
Weih-Nacht

Im Norden hoch, bei Hamburg nah,
das Weihnachtfest ich kommen sah.
Mit Sehnsucht in des Herzens Grund
hört' ich die Glocke in der Stund,
als uns ein Kind geboren war
in einem Stall - ein Glück so rar.

Ich staunte, schwieg und freute mich,
die Seele froh und feierlich 
Ich danke Dir, sprach ich im Herzen,
Dir zünd' ich an vier helle Kerzen.
Die Menschen an der Alster, Elbe
und überall auf dieser Welt
frohlockten, sangen, lachten, tanzten
verzaubert unterm Himmelszelt.

Ursula Zeller
Küstenzauber

Sterne funkeln hell am Himmel,
Wellen brechen sich am Strand.
In der Ferne zieht ein Schimmel
traumverloren durch den Sand.
Hoch zu Ross sitzt da ein Kind,
lichtumglänzt auf feine Weise,
weihnachtlich ist es gestimmt.

Froh erklingt ein Lied ganz leise -
zarte Töne, schwebend leicht:
Bin auf meiner Lebens - Reise,
hab' Euch Menschen bald erreicht.
Freut Euch, küsst euch immer wieder
in dem Zauber dieser Nacht.
Träume steigen auf und nieder,
schaum-gekrönt und wild und sacht.


Heinz Riedel
Kommt mit

Ich suche die Freude In freudlosen Zeiten.
Kommt mit, lasst uns alle einander begleiten!
Die Freude, lange schon verloren,
war so schön —
wird neu durch Engelsgesang geboren und nicht verweh´n.
 
Ich suche die Liebe in lieblosen Zeiten.
Kommt mit, lasst uns alle einander begleiten!
Sie rief die Hirten einst zum Stalle
so hell und schön —
zum Kind auf Stroh. Das liebt uns alle unbeseh´n.
 
Ich suche ein Licht in den lichtlosen Zelten.
Kommt mit, lasst uns alle einander begleiten!
Der Stern der Weisen wird uns leiten
so morqenschön —
im Leben durch die Dunkelheiten den Weg zu geh´n.
 
Die Freude, die Liebe und helles Licht
werden geschenkt durch das Kind
allen Menschen auf Erden.

Heinz Riedel
Advent kommt wieder

Advent kommt wieder! Weihnachtslieder
durchdringen Dunkelheit
mit wachsendem Schein und Fröhlichkeit.

Advent, Advent — Öffnet die Herzen weit
für eine fröhliche Weihnachtszeit!

Der Stern strahlt wieder! Weihnachtslieder
erklingen Überall
vom Kind in der Krippe und vom Stall.

Advent, Advent. Öffnet die Herzen weit
für eine fröhliche Weihnachtszeit!

Das Kind ruft wieder! Weihnachtslieder
vertreiben Not und Nacht,
da wieder die Sonne Gottes lacht.

Advent, Advent. Öffnet die Herzen weit
für eine fröhliche Weihnachtszeit!

*mit freundlicher Genehmigung von Peter Riedel (Sohn) - mehr zu seiner Person finden Sie auf seiner Vereins-Homepage


Christina Telker
Schlittenglocken

Durch den tief verschneiten Tann, 
tönt ein feiner, zarter Klang, 
Schlittenglocken - hörst du sie? 
Bald kommt der Weihnachtsmann. 

Oben, dort am Himmelszelt, 
geht der Mond grad auf, 
Sterne leuchtend um ihn stehn, 
hier im Winterwald. 

Ein  Reh tritt aus dem Dickicht raus, 
gelockt vom Glockenklang. 
Weihnachtsfriede überall, 
selbst hier im tiefsten Tann.

Christina Telker
Die kleine Tanne

Die kleine Tanne träumte,
der einst zur Sommerszeit,
von Pracht und hellem Glanze,
zur Winter-Weihnachtszeit.

Der Sommer geht, der Herbst zieht ein,
die Zeit sie fliegt dahin,
die Tanne träumt vom Weihnachtsfest,
ganz froh wird ihr im Sinn.

Als Schnee den Wald bedeckte,
da wird dem Tännlein bang,
es fühlt sich ganz vergessen,
die Zeit, sie wird ihm lang.

Da hört es Schlittenglocken,
es ist der Weihnachtsmann,
er sucht sich grad dies Bäumchen aus,
damit er`s schmücken kann.

Mit Möhren, Kohl und Äpfeln,
wird nun der Baum geschmückt,
so bringt er vielen Tieren,
im Wald das Weihnachtsglück.

Der kleine Baum ist glücklich,
im Wald zur Winterszeit,
nie hat ihn eine Weihnacht
bisher so sehr gefreut.

*Internetseite von Christina Telker

Mirko Swatoch
Leis, ganz leise naht die Stille

Leis, ganz leise naht die Stille,
ohne Laut sie uns beschwört.
Es ist Weg und Ziel der Wille,
dass im Innern man sie hört.

Denn von außen dringen Töne
laut durch Ohren in uns ein:
Alltagsjammer und Gestöhne.
Stille kann so gar nicht sein.

Dass nicht Frieden uns entrinne,
jetzt in dieser Weihnachtszeit,
lenken Düfte unsre Sinne,
leuchten Kerzen weit und breit.

Diese Lichter uns geleiten
zu dem Grund der heil’gen Nacht.
Für den Frieden lasst uns streiten,
den das Licht der Welt gebracht.

Mirko Swatoch
Im Stall

Die Krippe dort vor Esel, Ochs und Rind
wird ihm ein Bettchen sein, aus Stroh das Kissen.
Herodes darf vom Kinde gar nichts wissen,
die Angst um seine Herrschaft macht ihn blind.

Im Stall heut Nacht die Türen offen sind.
Die Hirten, von der Kunde hingerissen,
sie folgen Engelsworten ganz beflissen
und ziehen los, zu sehn das Jesuskind.

Der Stall beherbergt junges Elternglück
und lässt die Kälte draußen schnell vergessen.
Die Herden lassen sie allein zurück.

Für jenen Knaben gar nicht angemessen
erscheint der Ort in diesem Weihnachtsstück,
wo Ochs und Esel aus der Krippe fressen.

*zur Autorenseite von Mirko Swatoch

Heinz Riedel
Der Weg zum Stall

Du musst nicht ein Hirte von Bethlehem sein,
suchst du einen Weg in den Stall hinein.
Ob arm oder reich, ob jung oder alt
das Kind in der Krippe wägt nie die Gestalt.

Es öffnet sich für jeden das Tor,
steht er mit liebendem Herzen davor.

Du brauchst nicht ein Weiser aus Morgenland sein,
gehst du zu dem Kind in den Stall hinein.
Nicht Weihrauch und Myrrhe, glänzendes Gold,
dein Herz will das Kind in der Krippe als Sold.

Es öffnet sich für jeden das Tor,
steht er mit schenkendem Herzen davor.

Du sollst nicht wie König Herodes einst sein,
der sah nicht des strahlenden Sternes Schein.
Wen Weltenruhm plagt und Hoffart und Hass,
erstarrt in der Dunkelheit kaltem Gelass.

Weil er des Herzens Gaben verlor,
sieht er nie Bethlehems Stall und das Tor.

Du darfst nicht ein Zweifler und Skeptiker sein
und trauen dem scharfen Verstand allein.
Nicht fassbar ist jede Realität,
du brauchst auch den Glauben, sonst kommst du zu spät.

Es ist für dich weit offen das Tor,
stehst du mit glaubendem Herzen davor.

Heinz Riedel
An der Krippe

Ich trage dir, o Kind so klein,
zu deiner Krippe eine Gabe.
Mein Geld und Gut, so viel ich habe,
nimm an, es soll dein eigen sein!

Das Kindlein spricht:
Gib mit Erbarmen
alles den Armen!
Dein Geld will ich nicht.
Gib es den Hungernden auf Erden,
teil aus dein Brot, dass satt sie werden!

Ich möchte dir, dem Jesuskind,
doch selber aber etwas geben,
an deiner Krippe niederlegen
als mein Geburtstagsangebind.

Das Kindlein spricht:
Ich hab Erbarmen
mit dir Armen.
Sorg dich nicht!
Gib mir alle deine Sünden,
gib, was dein Gewissen plagt,
schütte aus ganz unverzagt!
Ich will alles auf mich binden.

In dulci jubilo!
So schütt' ich, ohne zu bedenken,
die Sünden aus, sie dir zu schenken.
O Christ, du machst mich froh.

*mit freundlicher Genehmigung von Peter Riedel (Sohn) - mehr zu seiner Person finden Sie auf seiner Vereins-Homepage


Ursula Zeller
Vorfreude

Himmlisch duftet Tee nach Zimt,
adventlich sind wir schon gestimmt.
Sitzen hier in froher Runde,
warten alle auf die Stunde,
bis wir fahr'n nach Glückstadt hin.
Nach Weihnachtsmarkt steht uns der Sinn.
Budenzauber, Glühwein,Kerzen
schenken Freude uns im Herzen.
Und im Hafen Lichter funkeln,
auf dem Wasser Boote schunkeln.
Ach,wie schön wär's jetzt zu schweben -
himmelwärts als Engel leben.
Die Elbe glänzt im Abendschein,
geheimnisvoll wird Weihnacht sein.

Ursula Zeller
Stille Zeit

Im Herzen ruht die Sehnsucht leis',
erwartungsfroh wir Menschen sind.
Was wird geschehn' - auf welche Weis' -
Geheimnisse kennt jedes Kind.

So lauschen wir dem sanften Klang,
der Weihnachtsfreude ahnen lässt.
Es ist der Engel Lobgesang
in Hoffnung auf ein friedlich Fest.

 


Ruth-Ursula Westerop
Weihnachtswünsche

Vom Weihnachtsmann wünsch ich mir glatt,
was heute kaum noch jemand hat:
Geduld - Verständnis - Toleranz -
und dann noch eine Weihnachtsgans.

Als nächstes, falls es nicht zu spät:
dass sich die Menschheit gut versteht,
dass jeder öfter lächeln kann -
und dann noch etwas Marzipan.

Auf meinem Zettel steht ganz dick:
“ Ich wünsche allen sehr viel Glück”,
und kleingeschrieben steht ganz hinten:
“Bring bitte mir auch Aachner Printen.”

Der Weihnachtsmann kann’s gar nicht leiden,
wünscht man zu viel, ist nicht bescheiden.
Drum bleibt mir diesmal nur zum Schluss
die Bitte um ´ne Pfeffernuss.

Ruth-Ursula Westerop
Vom Himmel hoch

Vom Himmel hoch
kommt nichts mehr her.
Dort war schon Ausverkauf -
der Laden ist leer.
Die Engel und alles,
was da sonst noch schwebt,
hat bisher nur
für die Menschen gelebt.
Immer im Dienst
und ständig auf Trapp,
vorbei mit dem Fliegen,
die Flügel sind schlapp.
Erfüllten viel mehr
als nur das Soll.
Die Himmelsbewohner
haben die Schnauze voll.
Gott sagt, sie sollen
erst dann wieder beginnen,
wenn die Menschen sich
endlich darauf besinnen,
dass das All, die Natur,
der Tag, die Nacht
und die Welt nicht allein
nur für sie gemacht.


Heinz Riedel
Licht der Welt

Licht der Welt – in Bethlehem geborn -
leuchtet uns, die wir vor Gott verlorn.
Licht der Welt – erstrahlt in Heilger Nacht,
uns von aller Sünd´ befreit und gar selig macht.

Engel singen hell das Gloria:
Christ, der Retter, unser Heil ist da.
Engel singen lieblich in dem Stall
Lied um Lied dem Gotteskind und den Menschen all.

Hirten eilen – Engelwort im Sinn -
fröhlich knien sie vor der Krippe hin.
Hirten beten an das Licht der Welt,
weil auf ihre Niedrigkeit Gottes Liebe fällt.

Licht der Welt - im letzten Weltgericht
leuchte uns zu Gottes Angesicht.
Stall und Kreuz – den Anfang und das End`
finden wir im Licht der Welt, das uns alle kennt.

Heinz Riedel
Weihnachtskreis

Weihnacht ist Hoffnung -
und Hoffnung erwächst
jedem, dem du ein Licht ansteckst.

Weihnacht ist Freude -
und Freude verschenkt,
wenn einer liebreich an andere denkt.

Weihnacht ist Liebe -
und Liebe gebiert
Frieden, wenn sie deine Hände führt.

Weihnacht ist Frieden –
und Frieden wird sein
suchst du voll Hoffnung des Sternes Schein.

*mein Dank gilt Peter Riedel, der mir die Gedichte seines Vaters zur Verfügung gestellt hat.


Mirko Swatoch
Überall die Kerzen brennen

Überall die Kerzen brennen,
Sterne an den Fenstern kleben,
Kinder durch die Gassen rennen,
denn zum Marktplatz alle streben.

Hoch ragt dort die grüne Tanne,
fein geschmückt mit Engelwesen.
Glühwein blubbert in der Kanne,
mancher hängt schon schief am Tresen.

Frohe Weihnachtslieder schallen
aus den alten Bretterbuden.
Flocken leis´ vom Himmel fallen,
weiße Weihnacht zuzumuten.

Zimt, Anis und Mandeldüfte
durch die engen Gassen schweben.
Freude hebe sich in die Lüfte,
lässt die Herzen fröhlich beben.

Hell beleuchtet Krippen stehen
und das Christkind allen zeigen,
Hirten, die den Stern gesehen,
sich vorm Kinde still verneigen.

Und ein Niklaus, Lebensgröße,
gibt den Kindern Süßigkeiten.
Nur Knecht Ruprecht blickt sehr böse,
deshalb kann ihn niemand leiden.

Menschen lieben solche Feste,
Freude kann sich schnell verbreiten.
Denn hier sind sie alle Gäste,
die den Weihnachtsmarkt durchschreiten.

Mirko Swatoch
Weihnachtsfreude

Die Stadt zieht heute Abend alle an.
Mit Mama, Papa Jule, Steffen gehen,
die Freunde auf dem Weihnachtsmarkt zu sehen.
Von Weitem sieht man schon die hohe Tann.

Dort hängen Christbaumkugeln dran
und Kerzen leuchtend auf den Zweigen stehen.
Von Ständen Düfte in die Nasen wehen.
Das Fest zieht alle Menschen in den Bann.

Ein kleines Karussell dreht viele Stunden
mit Kindern vollbesetzt dieselben Runden
und lässt die Großen kurz alleine sein.

Die stehn am Stand und trinken heißen Wein
und lassen sich die Printen gerne schmecken.
Der Weihnachtsmarkt will Weihnachtsfreude wecken.

Weihnachtsbild mit Christbaum und Schneemann
Bild: minka2507 / pixabay.com
Aus dem Buch "Die Magie der Weihnachtsmärkte" Wendepunkt Verlag, Hrsg. Petra Pohlmann - mit freundlicher Genehmigung von Mirko Swatoch

Christina Telker
Blick durchs Schlüsselloch

Die Türen sind verschlossen,
es knistert dort und hier,
ich bin so voller Ungeduld,
war schon das Christkind hier?

Ich stell mich auf die Zehen
und schau durchs Schlüsselloch
und doch kann ich nichts sehen,
find ich das Christkind noch?

Ich seh ein feines Leuchten,
im Spalt unter der Tür.
Jetzt weiß ich`s ganz genau,
das Christkind, es war hier!

Jetzt öffnet sich die Türe,
ich sehe ihn wie im Traum,
vor mir erstrahlt im Glanze,
der schönste Weihnachtsbaum.

Christina Telker
Stille Nacht

Von fern her klingen Kirchenglocken,
es riecht nach Eis und Schnee.
Die Nacht ist voller Sterne,
und zugefrorn der See.

Kein Laut erfüllt die Lüfte,
die Nacht ist still und klar.
Manch Fenster ist erleuchtet,
bald kommt ein Neues Jahr.

Aus manchem Hause klinget,
ganz leis ein Weihnachtslied,
ich blicke in die Fenster,
freu mich am Kerzenlicht.

Ich sehe Kinder spielen,
froh, unterm Weihnachtsbaum,
ich wand`re durch die stille Nacht,
denn ich bin heut allein.

Ich schau zurück, als einstens,
auch ich ein Kind noch war,
wie glücklich war die Weihnacht,
mit der Geschwisterschar.

Die Jahre rannen schnell dahin,
man kann es kaum verstehen,
der heut`ge Tag geht nun zur Ruh,
ich werd nach Hause gehen.

*zur Internetseite von Christina Telker

Heinz Riedel
Fragen im Advent

Können wir mit unsern Augen, den blinden,
Wunder erschauen und Gottes Licht finden?
Öffne die Augen! Sie werden dann sehen
Licht überm Stalle von Bethlehem stehen.

Können wir mit unsern Ohren, den tauben,
Engelssang hören, dem Gloria glauben?
Öffne die Ohren! Du kannst wieder hören
Loblieder klingen von himmlischen Chören.

Können wir mit unsern Herzen, den harten
Liebe und Friede der Weihnacht erwarten?
Öffne dein Herz nur! So kommt auch der Friede,
Gott sieht ins Herz mit den Augen der Liebe.

Können wir mit dem geschlossenen Munde
singen und jubeln zur heiligen Stunde?
Öffne die Lippen! Du singst sie dann wieder
unsere fröhlichen Weihnachtszeitlieder.

Heinz Riedel
In Dulci Jubilo

Engel frohe Botschaft bringen.
Lasst uns froh mit ihnen singen:

Gloria Gott in der Höh.

All die alten Hirtenlieder
leiten uns zur Krippe wieder.

Gloria Gott in der Höh.

Öffnet eure Herzen weit
für die frohe Weihnachtszeit!

In dulci Jubilo!