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Weihnachtsgedichte Autoren der Gegenwart

Moderne Gedichte zeitgenössischer Autoren zur Advents- und Weihnachtszeit

Kerze an Tannenbaum
Bild: Steenjepsen / pixabay.com

Geschmückte Tanne
Jedes Licht trägt einen Wunsch
Frieden für Alle

©Sieghild Krieter


Mein Dank gilt allen Autoren, die mir die Erlaubnis erteilt haben

ihre ansprechenden Weihnachtsgedichte auf dieser Seite zu veröffentlichen.


Weihnachtsgedichte Autoren der Gegenwart von G - O

Ach Weihnacht
von Mara Krovecs

Advent ´22
von Jens Makait

Advent
​von Lisa Nicolis

Advent, Advent
von Sieghild Krieter

Adventus
von Meteor

aus der stille der weihnacht
von Michael Grömping

Bescherung
von Birgit Klingebeil

Blaue Weihnacht
von Kerstin Mayer

das himmelsgeschenk
von Michael Grömping

Das Werk von Weihnachten
von Helga Grote

Der Nikolaus
von Lisa Nicolis

die weihnachtswunderkugel
von Michael Grömping

Engel
von Ursula Gressmann

Es ist wieder Weihnacht
von Kerstin Mayer

flügelschlag
von Ursula Gressmann

Glitzer, Glimmer, Weihnachts...
von Isabella Kramer

Heiligabend
von Lisa Nicolis

Stern der Weihnacht
von Raina Jeschke

Tausendstern
von Mara Krovecs

Virtuelle Nähe
von Jens Makait

Vom Himmel hoch
von Birgit Klingebeil

vor vielen jahren
von Ursula Gressmann

Vorweihnacht
von Lisa Nicolis

Weihnacht - allüberall
von Gabriele Maricic-Kaiblinger

Weihnachten
von Birgit Klingebeil

Weihnachten
von Meteor

Weihnachtsbotschaft
von Raina Jeschke

Weihnachtsmarkt
von Ursula Gressmann

Weihnachts-Schein
von Gabriele Maricic-Kaiblinger

Weihnachtsstimmung
von Helga Grote

Weihnachtswald
von Mara Krovecs

Weihnachtszeit
von Sieghild Krieter

Weihnachtszeit
von Meteor

Bitte beachten Sie das Urheberrecht.

Das Copyright der hier veröffentlichten Texte liegt bei den jeweiligen Autoren.

 

Informationen zu den mitwirkenden Autoren und entsprechende

Verlinkungen sind in der Rubrik "Mitwirkende Autoren - Vorstellung" zu finden!


Lisa Nicolis
Heiligabend

Heiligabend...
Kein Sturm schafft es
und auch kein Wind,
Berlin auf allen Wegen
menschenleer zu fegen,
nur auf Frieden besinnt,
Heiligabend,
das christliche Kind.
Und diesen Frieden unserer Straßen
und die Wärme unserer Stuben
wünsche ich allen
ins Herz.
Den Heimatlosen,
den Einsamen,
den Hoffenden
und den Menschgebliebenen.

Lisa Nicolis
Der Nikolaus

Der Nikolaus,
der alte Nikolaus
mit dem Geschenkefimmel,
der bäckt aus Lebkuchen
ein lecker Kuchenhaus
ganz hoch im Himmel.

Nun ist er tatterig.
Was kann nach ew’ger Zeit
man schon erwarten?
Jetzt liegt der Puderzucker
dünn und breit verstreut
bei uns im Garten.

Michael Grömping
die weihnachtswunderkugel
- im großen wie im kleinen -

wenn ich verträumt das kinderglase schüttle
ist ́s mir als ob ich am geheimnis rüttle

in der glitzernd-kleinen weihnachtskugel
schau ich dem weißen flockenfluge nach
der schwebend niedersinkt wie kinderjubel
weil stilles wünschen eine welt versprach

wenn ich verträumt das kinderglase schüttle
ist ́s mir als ob ich am geheimnis rüttle

die blaue wunderkugel dieser erde
seh ich gehüllt in samtig-weiße pracht
dass gleichsam endlich friede werde
und ein göttlich kind ganz still erwacht

wenn ich verträumt das kinderglase schüttle
ist ́s mir als ob ich am geheimnis rüttle

weihnachten – welch stille freude
auf dem ganzen weiten erdenrund
der große sich vorm kleinen beuge
die weihnachtskugel macht es kund

wenn ich verträumt das kinderglase schüttle
ist ́s mir als ob ich am geheimnis rüttle

Michael Grömping
aus der stille der weihnacht

unter ́m glanz des weihnachtsbaumes
darf jedes denken gleich verstummen
im sanften schein des heilgen raumes
möcht ich das alte lied leis summen

wie sehnsuchtsvoll ich ́s heute höre:
`stille nacht ́ - mag ́s ewig bleiben
fortan den frieden nichts mehr störe
unendlich wir verbunden bleiben

selbst in städten jubeln engel neu
heut sei christus auch für dich geboren
jedes verschenkte licht sei ihm getreu
zum heile alle gnädig auserkoren

könnt aus diesem kurzen innehalten
die welt nicht 1 nacht bloß lernen
lieb und friede mögen funkelnd walten
unter 1000 hellen weihnachtssternen

Helga Grote
Das Werk von Weihnachten

Der leuchtend helle Stern ist vergangen,
verstummt ist längst der Engel -Chor,
Hirten mit den Schafen fortgezogen,
nun kann das Werk von Weihnachten beginnen:

Die Leidenden heilen,
Hungernde verköstigen,
verlorene Seelen wiederfinden,
den Menschen Frieden bringen
und in den Herzen eine Melodie
erklingen lassen.

Helga Grote
Weihnachtsstimmung

Wenn Schneeflocken hinter den Fensterscheiben tanzen.
das Holz im Kamin knistert,
das flackernde Licht der Kerzen den Raum erhellt,
die Luft vom Duft der Bratäpfel und
frisch gebackenen Keksen geschwängert ist,
und Oma den Kindern Geschichten
aus der alten Zeit erzählt,
dann ist W e i h n a c h t e n .

Meteor
Weihnachten

Weihnachten
anders, als wir dachten
mit Gefühlen überfrachtet
nostalgische Verklärung
jährlicher Bescherung

makaberes Krippenspiel
trügerisches Sicherheitsgefühl
politische Unwägbarkeiten
Autokraten am Streiten

heimisches Plätzchenbacken
Geschenke zwischen Kriegsattacken
zum Fest der Familie und Liebe
Gesellschaft mit Sand im Getriebe

Frieden
nur wenigen beschieden
als Geschenk unterm Tannenbaum
für alle nur ein Traum

Meteor
Weihnachtszeit

der Geist der Weihnacht streift umher
sehr erfreut, dass noch viele so denken
bekümmert sie ihr Alltag noch so sehr
ihre Lieben sie gerne beschenken

jeder versucht auf seine Weise
aufmerksam ein Herz zu erfreuen
wenn auch nur ganz still und leise
ein Gefühl der Wärme zu erzeugen

freudegläsern bedanken sich Augen
selbst wenn auch nur mit Zeit bedacht
wenn sie in die gegenüber schauen
sehen sie den Geist der Weihnacht

Mara Krovecs
Tausendstern

Bist in dieser Nacht
auf den einsamen Waldsee gefallen
du Schöner
du Lichtstrahlender
du Tausendstern
aus den Himmeln
bist du gepurzelt
hast dir das Näslein
im Wind geschrummt
kleiner neugieriger
Himmelstänzer
hast die gefrorenen Wasser
angezündet
bis sie silbern flammten
im Mondlicht so zart

Spiegelblüten
unendlich viele hast du
der Schilfhexe gezaubert
ihr Kichern hallt klirrend
in die träumenden Bäume
während sie ihr grünes Haar
mit deinem Funkeln schmückt

Tausendstern - du

ich sehe euch tollen
euch schillernd flitzen
durch den frostgetünchten Wasserdost
an den dunklen Tannen vorbei
die ihre Spitzen sehnsüchtig
in das Meer der Wintersterne tauchen

aus den Moosen leuchten Augen
von kleinen Mäusen
wie Brombeeren schwarz
mit deinem Tausendfunkeln darin
du schmiegst dich in ihr weiches Fell
glitzerst den weißen Schnee
so sonnendiamantenhell
ach, lieber Stern gib uns auch ein wenig
von deinem Zauberglanz
in dieser Nacht
in der alles so still ist
so traumverschneit
so beißend kalt
und doch
so hoffnungsfroh
und herzenswarm

und grüß mir
die anderen Nachtlichter
Tausendstern - du
kehrst du zurück
in deine Himmel
wenn ihr dort oben
wieder sternenblüht
zwischen all den schlafenden
traumraunenden Wolkenwiesen.

 

Mara Krovecs
Ach Weihnacht

Wie schüchtern du bist, Winterkind,
dein Frost ist zart wie Spitzen,
trieb das Rotkehlchen dich etwa fort?
Ich sah es im Holler sitzen.

Wie zärtlich du bläst, Winterwind,
um Erd – und Mauerritzen,
sprichst du Zauber aus jenem Ort
in denen Schneelein blitzen?

Und endlich schneit es, es schneit und schneit,
weiß schäumen die Flocken in Bäumen,
die Tore geöffnet für die flüsternde Zeit
und Träumen in waldweißen Räumen.

Mara Krovecs
Weihnachtswald

Im nahen Wald
der eisversponnene See
singt sein frostklirrendes Lied
im hauchfeinen Tütü
weiß verwunschene Sterne
werden von Engeln
aus Silberwolken gestreut

in dieser Nacht
brennen Kerzen am dunklen
wispernden Himmelspalast
mattsilberne Kugel
schwebt über dunkelgrünem
Tannengehölz - lächelt ihm zu
dem bärtig Alten
mit löchrigen Handschuhen

auf der Decke
liegt sein warmatmender Hund
schnüffelt zärtlich an dem Fleisch
das der Alte ihm gern
in dieser Nacht geschenkt hat
Flocken schweben auf die Tüte
mit dem roten Wein
und Glück heißt jeden Tag anders

in dieser Nacht
brennen Herzen in unseren
plötzlich erwachenden Seelen
mattsilberner Mond - du
singst das Weihnachtslied - dies Jahr
für uns - den Alten - für alle
im Schneehochzeitstanz
hoffnungsbrennender Weihnachtsglanz.

Meteor
Adventus

Im Schein des Glitzerschmucks
hübsch dekorierte Wohlfühlmanie.
Inmitten fröhlich Buntbedruckts
erzwungene traditionelle Nostalgie.

Adventus - die Zeit vor der Ankunft,
wenn es endlich Geschenke schneit.
Das Hochfest der Konsumzunft
und Rabattschlacht unserer Zeit.

Wertschätzung in Euro aufgewogen,
die Größe der Liebe die Kasse leert.
Unerfüllte Wünsche machen betrogen,
Gefühlsarmut ist ein scharfes Schwert.

Stattdessen in Einsamkeit vergessen,
manch sehnsüchtig altes Herz,
das von Erinnerungen besessen
mit niemanden teilt seinen Schmerz.

Gespalten die Gesellschaft im Land,
in Arm und Reich, in Alt und Jung.
Solidarität fehlt die gestreckte Hand,
zum neuen gemeinsamen Umschwung.

Alternativen, die nur verschlimmern,
auch Ausgrenzung im Landesinnern.
Nur Glühwein erwärmt den Schmelz
und ein treuer Freund im Tierpelz.

Sieghild Krieter
Advent, Advent

Beschaulichkeit
zieht ihre Bahn
Advent klingt es
aus aller Munde

Das Laute hält
den Atem an
und Einkehr macht
zur Zeit die Runde

Die Stille ruht
an meiner Seit’
vergessen sind
nun Müh’ und Plage

von all dem Hader
mich befreit
das Kinderlachen
dieser Tage

Es klingen wieder
fromme Lieder
die Zeit der Lichter
ist erwacht

wie alle Jahre
kommen wieder
die Weihnachtsengel
in der Nacht

Jens Makait
Advent ´22

Vorweihnachtszeiten in Büro,
Kantine und in Fluren,
in Teeküchen und anderswo,
mit herzlichsten Konturen?

Das gibts kaum noch in dieser Zeit.
Für festliche Empfindung
stehn meist nur Mail und Lync bereit.
Wie leidet die Verbindung!

Gesendet soll dich trotzdem nun
mein Weihnachtsgruß erreichen,
soll voller Herzlichkeit dies tun,
Vertrautheit unterstreichen.

Es soll, auch wenn wir ganz verstreut,
ganz fern, zuhause sitzen,
doch Nähe spürbar sein, grad heut,
dank Schirm und Fingerspitzen!

Jens Makait
Virtuelle Nähe

Büro-Advent mit Keks und Kuchen,
mit Kerzen und mit Tannenduft,
mit freundschaftlichen Kurzbesuchen,
ja, Herzlichkeit lag in der Luft!

So kenn ich´s noch aus alten Jahren!
Nur Mail und Lync verbinden heut,
versuchen Nähe zu bewahren
in der vorweihnachtlichen Zeit!

Rein virtuell. So ist die Lage!
Und trotzdem:
Frohe Feiertage!

Birgit Klingebeil
Bescherung

Draußen vor der Wohnungstür
die Flocken Winterzauber malen.
Drinnen im milden Kerzenschein
Kinderaugen freudig strahlen.

Geschenke unterm Tannenbaum
lassen hell die Stimmen klingen.
Bezaubernd jubilieren sie, beim
frohen Weihnachtslieder- Singen.

Dann wird geschäftig ausgepackt,
manch Wunsch geht in Erfüllung.
Ein Danke an den Weihnachtsmann
gibt es zum Ende der Bescherung.

Später auch, beim Abendessen,
sieht man nur glückliche Mienen.
Und in den Herzen brennt der Wunsch,
ein Frohes Fest sei allen beschieden.

Weihnachtsbild Krippenszene
Bild: pixabay. com

Birgit Klingebeil
Weihnachten

Ein jeder weiß, was es bedeutet,
wenn das Glöckchen fröhlich läutet.
Und Kerzenschein die Welt erhellt,
der zur Wonne reichlich aufgestellt.
Wenn Tannenduft erfüllt den Raum,
Geschenke liegen unterm Baum
und Freude Kinder jauchzen lässt;
dann ist es da – das Weihnachtsfest.

Birgit Klingebeil
Vom Himmel hoch

Einsam
noch der Stern
am Himmel blinkt,
bis er
zur Weihnacht
in alle Herzen sinkt.
Und vom warmen
Lichterglanz
erhellt,
fällt dann
stille Hoffnung
in die Welt.

Ursula Gressmann
flügelschlag

weihnachten leuchtet
als helles licht
in der dunkelsten
zeit des jahres
sanfter flügelschlag
berührt jedes herz
frieden senkt sich herab
dankbar staunend
fühle ich
dieses geschenk
ist auch für mich
gedacht

Ursula Gressmann
vor vielen jahren

glutrot ist heute der abendhimmel
die engel backen kekse
habe ich früher zur weihnachtszeit
zu meinen kindern gesagt
stieg dann noch nebel über den tannen auf
dann kochten die füchse kaffee

jeden abend in den vorweihnachtszeit
stand auf einem teller würfelzucker
für die pferde vom weihnachtsmann bereit
manchmal fand sich ein büschelchen
engelshaar im gesträuch
und  lauter vergoldete nüsse
hat das christkind bei uns im garten verloren

das war für mich das schönste
an der weihnachtszeit vor vielen jahren

Kerstin Mayer
Es ist wieder Weihnacht

Das Jahr war lang und voll mit Sorgen,
ein jeder hetzt nur durch die Welt.
Der Stress beginnt schon früh am Morgen,
und alles dreht sich nur ums Geld.

So geht es hin bis zum November,
oft macht man Herz und Augen zu.
Doch irgendwann wird es Dezember,
und alles kommt ganz still zur Ruh.

Vom Himmel fallen weiße Flocken,
von fernher hört man leis Gesang.
So heimatlich erklingen Glocken,
ganz warm wird uns bei diesem Klang.

Die Menschen werden wieder leise,
der Alltag ist mal kurz vorbei.
Man schickt Gedanken auf die Reise,
und fühlt sich herrlich leicht und frei.

Es leuchten rundherum die Lichter,
so schön geschmückt ist jedes Haus.
Und plötzlich strahlen die Gesichter,
denn alles sieht nach Weihnacht aus.

Kerstin Mayer
Blaue Weihnacht

Es ist schon Dezember, die Welt ist verschneit,
zum heiligen Abend ist´s nun nicht mehr weit.
Ganz langsam wird alles recht festlich und still,
die Welt kommt zur Ruhe, so wie man es will.

Doch anders als sonst wird nun unser Fest,
es gibt einen Grund, der uns traurig sein lässt.
An unserem Tisch fällt das Lachen heut schwer,
von unseren Stühlen, da bleibt einer leer.

Die ganze Familie sitzt still vor dem Baum,
in einem sehr festlichen, glänzenden Raum.
Leis denkt man zurück ans vergangene Jahr,
an Weihnachten, so wie es früher mal war.

Nun sitzen wir hier, bei Plätzchen und Wein,
es funkeln die Kerzen mit goldenem Schein.
Durchs Haus zieht ein wunderbar lieblicher Duft,
doch seltsame Stimmung liegt heut in der Luft.

So nimmt dann ganz langsam das Fest seinen Lauf,
ganz still schaun wir alle zum Himmel hinauf.
Dort leuchtet heut heller als jemals ein Stern,
er scheint uns so nahe, und ist doch so fern.

Gabriele Maricic-Kaiblinger
Weihnachts-Schein

Lichter funkeln,
Zukunft im Dunkeln.
Glocken schwingen,
Sirenen erklingen.
Lieder schallen,
Schüsse hallen.
Kerzen scheinen,
Kinder weinen.
Zweige, die sich biegen,
Menschen, die der Not erliegen.
Tische, reichlich gedeckt,
geflüchtet, vor Angst versteckt.
Brieftaschen, offen und weit,
Grenzen, geschlossen und breit.
Drinnen ein Fest der Liebe und Lieben,
draußen ein nie endendes Abschieben.
Festtagsfreudig geneigt,
inwendig hassverzweigt.
Goldener Schein,
trostloses Sein,
Weihnachts-Schein.

Gabriele Maricic-Kaiblinger
Weihnacht - allüberall

Lichterglanz und Glockenschall,
fröhlich' Lachen, Einkaufsglück,
Geschenke und ein Tannenzapfenstück,
Weihnacht allüberall.

Leuchtend Augen, lust'ger Krawall,
Basteleien und volle Teller,
Spaß und Freude, immer schneller,
Weihnacht allüberall.

Krieg, Not, Pein, Waffenwall,
Flucht, Ablehnung, Angst-Schrei,
ein Leben, 's ist einerlei,
Weihnacht allüberall.

Überfülltes Lager, unendliche Qual,
weinende Kinderherzen,
stete Seelenschmerzen,
Weihnacht allüberall.

Hass, Gewalt, Mitgefühlsverfall,
verletzen, entblößen, bloßstellen,
sinnbefreite Urteile fällen,
Weihnacht allüberall.

Lieder singen, Sektgeknall,
Feuergeflacker, wärmendes Heim,
breiter, heller Freudenschein,
Weihnacht allüberall.

Raina Jeschke
Weihnachtsbotschaft

Silbern glänzt die Nacht hernieder,
nur vom Sternenlicht erhellt.
Weit von fern erklingen Lieder,
künden Freude in die Welt.

Heute Nacht ist uns geboren
Jesus Christus, Gottes Sohn,
der aus Liebe zu uns Menschen
stieg herab von seinem Thron.

Liebe, das ist seine Botschaft,
löscht das Leid in dieser Welt,
Liebe kann ein Jeder schenken,
dazu braucht's kein Gut, kein Geld.

Unsre Liebe möge allen,
die noch ohne Freud und Glück,
ihren Stern der Hoffnung zeigen -
tausendfach kehrt sie zurück.

Raina Jeschke
Stern der Weihnacht

Stern der Sehnsucht, hoch am Himmel,
leuchte hell durch dunkle Nacht.
Bringe allen Menschen Hoffnung,
die dein sanftes Licht bewacht.

Weck die Hoffnung in den Herzen,
Derer, die vom Hass zerstört,
dass ein jeder von uns Menschen,
noch das Lied der Liebe hört.

Hass und Liebe sind die beiden
Pole der Unendlichkeit
und wir Menschen wandern alle
durch die Zeit zur Ewigkeit.

Lass uns mit dem Herzen sehen,
unsern Weg durch Raum und Zeit,
lass uns nicht verloren gehen
in der kalten Dunkelheit.

Isabella Kramer
Glitzer, Glimmer, Weihnachtsschimmer

Glitzer, Glimmer, Weihnachtsschimmer
Tannengrün, Bratapfelduft,
Kerzenglanz in jedem Zimmer,
Weihnachtszeit liegt in der Luft.

Draußen knirscht der Schnee ganz leise,
drinnen warm der Ofen prasselt.
Christkind geht auf seine Reise.
Wintersturm am Fenster rasselt.

Keksbackdüfte ziehn durchs Haus,
jedermann summt Weihnachtslieder.
Was gibt's wohl zum Festtagsschmaus?
Kindheitsszenen kehren wieder.

Weihnachtsmärchen alter Dichter,
Glockenklänge in der Nacht.
Glücklich lächelnde Gesichter,
Gabentische voller Pracht.

Weihnachtsträume werden wahr,
Frieden kehrt im Herzen ein,
Weihnachtszeit ist wunderbar.
Könnt doch immer Weihnacht sein!

Weihnachtsbild Tannenbaum und 4 Kerzen
Bild: Larisa-K / pixabay. com

Ursula Gressmann
weihnachtsmarkt

diese nacht funkelt
lichtersäulen
neonreklamen
kerzenlicht
es  duftet nach lebkuchengewürz
gebrannten mandeln
und tannengrün
wohin man schaut
freude
glück
glanz in den augen

dahinter dunkelheit

 

Ursula Gressmann
Engel

Gemalte Engel in der Kirche
halten Wache
über dem Kind in der Krippe
und verzaubert glänzt alles im
goldenen Kerzenlicht.
Es scheint, als ob
ferne Planeten singen
oder leise Engelsstimmen.
Schatten schweben durch
unsere Träume, doch
Engel sind selten geworden
auf dieser Welt.
Aber getröstet
fühlen sich auch die Einsamen
heute Nacht.
Niemand ist Weihnachten
ganz allein.

Michael Grömping
das himmelsgeschenk

leiser flügelschlag des engels
segen fällt auf lichterbahnen
glitzernd schwebend sanft hernieder
in die kleine menschenwelt

weitet herzen öffnet augen
für die schöne weihnachtszeit
stilles schweigen leichtes staunen
wunder liegen auf der hand

geschenk des himmels
lass sich wandeln jeder einz´lne stall
in den widerschein der gnade
von der krippe von dem kind
 

Sieghild Krieter
Weihnachtszeit

Wir warten in der Adventszeit
auf das Ankommen
auf Eis und Schnee
auf Eisblumen am Fenster
und lange Zapfen an der Dachrinne
aber am meisten warten wir darauf,
dass sich die Normalität einstellt,
dass wir friedlich und besinnlich
das Weihnachtsfest begehen können,
dass im kommenden Jahr mehr
Frieden herrscht und sich ein Mehr an
gefühlvollem Miteinander verbreitet.

Lisa Nicolis
Advent

In der stillen Adventszeit,
liegt Frieden in der Luft so weit.
Schneeflocken tanzen leis’ und sacht,
verzaubern die Welt in weißer Pracht.

Im Herzen Wärme, tief und rein,
im Haus ein Licht, so klar und fein.
Gemeinsamkeit und froher Mut,
die Adventszeit tut uns allen gut.

Lisa Nicolis
Vorweihnacht

Ein Flüstern 
liegt in den 
verborgnen Gassen.
Der Tag träumt müd 
schon Lichter 
vor sich hin 
und dunkelt 
in versteckten Ecken 
Heimatlose 
und deckt sie zu 
mit einem kühlen Abend.